Altersteilzeitvereinbarung Muster wko

Obwohl das österreichische System der Sozialpartnerschaft in der Zeit der konservativ-populistischen Koalitionsregierung von 2000 bis 2006 in Frage gestellt wurde, hat sich der österreichische Korporatismus seit Mitte der 2000er Jahre weitgehend erholt. Das Tarifverhandlungssystem des Landes, das fast ausschließlich auf Branchen-/Sektorebene stattfindet, hat weiter funktioniert – obwohl im Gefolge der jüngsten Krisenlohnvereinbarungen und Tarifverträge in einigen Fällen erst nach androhung von Arbeitskampfmaßnahmen geregelt werden konnte – was in Österreich ungewöhnlich ist. Seit der Neuauflage einer konservativ-populistischen Koalitionsregierung Ende 2017 hat sich gezeigt, dass die Regierung nicht nur den Einfluss der Sozialpartner auf die Politik politikpolitisch begrenzen, sondern auch die Akteure und Strukturen der Arbeitsbeziehungen erheblich schwächen will. Im Folgenden finden Sie einige Beispiele für Probleme, die von den Verordnungen betroffen sind. Denken Sie daran, dass Ihr Arbeitgeber Teilzeitbeschäftigte weniger günstig behandeln kann, wenn dies “objektiv gerechtfertigt” ist. Teilzeitbeschäftigte müssen mindestens den gleichen Stundenlohn erhalten wie ein Vollzeitbeschäftigte, der eine ähnliche Arbeit vergibt. Wenn Sie Teilzeitbeschäftigter sind, kann Ihr Arbeitgeber den gleichen Stundenschwellenwert für eine höhere Überstundenvergütung festlegen wie für Vollzeitbeschäftigte, sodass Sie möglicherweise erst dann Überstunden vergütungen, wenn Sie mehr als die normalen Arbeitszeiten eines Vollzeitbeschäftigten gearbeitet haben. Teilzeitbeschäftigte können nicht weniger günstig behandelt werden, nur weil sie Teilzeit sind. Es ist möglicherweise nicht möglich, einige Vorteile für sie anteilig zu nutzen, wie z.

B. eine ergänzende Mitgliedschaft im Gesundheitsclub. Die gesetzliche Arbeitszeitregelung in Österreich ist im Arbeitszeitgesetz (AZG) und im Restruhegesetz (ARG) festgelegt, das den rechtlichen Rahmen für die Arbeitszeitregelung festlegt. Nach diesen Gesetzen sind Abweichungen von den gesetzlichen Standards auf Branchen- und Unternehmensebene möglich, dies erfordert jedoch zunächst einen Branchentarifvertrag und auf dieser Grundlage einen Betriebsvertrag zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung. Daher bleibt die Arbeitszeit ein Thema in den Tarifverhandlungen. Dies gilt insbesondere seit den letzten Änderungen des Arbeitszeitgesetzes (AZG), die die Möglichkeiten für flexible Arbeitszeitregelungen erhöht, deren Umsetzung tarifvertraglich vorbehalten und zuletzt (2018) die Höchstarbeitszeit von 10 auf 12 Stunden pro Tag und von 50 auf 60 Stunden pro Woche verlängert haben.